Der Fanclub

Der Fanclub Kollektives Eigenheim ist ein Zusammenschluss aus den ehemaligen Besetzer:innen und neuen Aktiven, die gemeinsam das Wohnprojekt auf die Beine stellen. Der Verein organisiert sich basisdemokratisch und ist gemeinsam mit dem Mietshäuser Syndikat Gesellschafter der FCKEigenheim GmbH, welche Häuser und Grundstück des Projekts besitzt sowie Direktkredite verwaltet. Alle Bewohner:innen sind Mitglieder:innen im Hausverein und haben damit das alleinige Entscheidungsrecht in allen Fragen rund um das Wohnprojekt. Lediglich wenn es um einen Verkauf oder eine Änderung des Gesellschaftervertrages geht, hat das Mietshäuser Syndikat ein Vetorecht. Der Hausverein und der Stadtteilzentrumsverein, wobei in Letzterem auch Nicht-Bewohner:innen mitwirken können, bilden das zentrale Element unserer Selbstverwaltung. Durch Arbeitskreise werden die anfallenden Aufgaben von der Verwaltung des Vereins und der GmbH über die Instandhaltung der Gebäude bis hin zur Organisation des Stadtteilzentrums sinnvoll aufgeteilt. Dies ermöglicht es jeder und jedem Einzelnen dort zu engagieren, wo es für sie oder ihn stimmig ist.

Selbstverwaltung

Uns, die zukünftigen Bewohner:innen der K39 und K41, eint der Wunsch nach Selbstorganisation in einem gemeinsamen langfristigen Wohnprojekt. Miteinander wollen wir bezahlbaren, selbstverwalteten und diskriminierungsfreien Wohn- und Kulturraum schaffen. Wir wünschen uns ein gemeinschaftliches Zusammenleben, das von gegenseitiger Unterstützung und Teilhabe aller Bewohner:innen geprägt ist.

Freiräume

Im Zuge unseres Wohnprojektes wollen wir Freiräume schaffen, in denen wir uns Gedanken über gesellschaftliche Alternativen und Utopien machen und diese praktisch erproben, leben und reflektieren können. Wir wollen über unser Zusammenleben im Wohnprojekt hinaus unsere gesellschaftliche Umwelt aktiv mitgestalten und uns in die Stadtpolitik sowie in gesamtgesellschaftliche Diskussionen einbringen.

Nachhaltigkeit

Wir streben eine nachhaltige Lebensweise an. Diese äußert sich in unserer bewussten Auswahl an Bauressourcen, dem Verbrauch unserer Ressourcen im alltäglichen Leben sowie im Umgang mit unseren Mitmenschen. Unsere Entscheidungen treffen wir basisdemokratisch nach Konsensprinzip im Plenum.

Unsere Geschichte

Hausbesetzung

25. Mai - 23. Juni 2019

Während der Besetzungen gingen interessierte Bürger:innen und Gemeinderät:innen nahezu aller Fraktionen in der K39 ein und aus. Anwohner:innen, Betroffene von Wohnungsnot und Unterstützer:innen gaben sich die Klinke in die Hand und kamen zu dem regelmäßigen „Nachbarschaftsgrillen“, zu Veranstaltungen oder erhielten einen Rundgang durch das Haus. Gemeinsam wurde viel über die Wohnraumproblematik in Reutlingen diskutiert. Mithilfe der zahlreichen Unterstützer:innen blieb die K39 einen Monat besetzt.

Gespräche mit Stadt und GWG

Sommer 2019

Im Zuge der Hausbesetzung setzten sich Besetzer:innen und Vertreter:innen von Stadt und GWG gemeinsam an den Tisch. Dabei versicherten Stadt und GWG, sich künftig für solidarisch-selbstverwaltete Wohnformen zu öffnen beziehungsweise diese zu ermöglichen.

Kennenlernen Mietshäuser Syndikat

Juni 2019

Schon während der Besetzung fand ein erstes Kennenlernen zwischen Besetzter:innen und Berater:innen des Mietshäuser Syndikats statt. Das Konzept des Mietshäuser Syndikats überzeugte die Anwesenden sofort. Dieses ermöglicht den Besetzter:innen, als selbstorganisiertes Hausprojekt im Verbund des Mietshäuser Syndikats, die kollektive Aneignung der K39 und damit die Sicherung von langfristigen bezahlbaren Wohnraum.

Vereinsgründung

Juli 2019

Konzeptausschreibung

August 2020 - April 2021